Wo steckt denn nun die verflixte Dose

Wo steckt denn nun die verflixtete Dose?

Ich wurde vom Virus des Cachens in einer Buchverkaufstelle inviziert. Wie so oft, bin ich bei einem Besuch in der Buchhandlung auf ein interessantes Buch gestoßen, ein Blick ins Buch weckte meine Neugier. Leider konnte ich mich nur kurz einlesen und dachte mir, nimm dir das Buch mal mit und lese in Ruhe weiter. Das war dann auch ganz schnell passiert, war eben interessant für mich. Mein Gedanke war, probiere das Cachen mal aus und dann kannst du  entscheiden ob es dir gefällt.
Ich kann nur sagen, dass es sich ganz schnell entwickelt hat. Für mich stand nicht die Anzahl der gefundenen Caches im Vordergrund, sondern den Ort zu finden und die verborgen Schätze zu sehen. Stolz habe ich geschaut was die Logbücher zu den Caches im Internet für Besucher zeigten. Wenn ich auf der Webseite war, um zu schauen, war ich erstaunt welche Zahlen bei den anderen Cachern standen aber jeder fängt mal an.
Durch das Lesen  des Buches, hatte ich mir so die verschiedenen Hilfsmittel ausgesucht, mir zum Cachen eine kleine Tasche  organisiert und alles eingepackt. Ich dachte mir,da kannst du diese Tasche schnell greifen, habe alles dabei und bin schnell mal auf Cache-Tour. Nach dem Inhalt meiner Tasche wäre ich schon fast als Profi durchgegangen.
Als ich begann mit der Cache suche, war ich überzeugt man kann diese „Dinger“ ganz einfach finden. Schließlich hatte ich ein Handy mit GPS Funktion, das kann da nicht so schwer sein. Dann kam noch dazu, dass ich mich als Premium Mitglied auf der Geocaching-Webseite angemeldet hatte. Die Premium-Mitgliedschaft ist zwar kostenpflichtig, man kann aber auch die kostenlose Registrierung nutzen und erst mal die freien Caches nutzen. Als Premium-Mitglied hat der Nutzer der Web-Seite mehr Möglichkeiten der Anzeige, der Suche, kann Listen erstellen, verschlüsselte Notizen werden in Klarschrift dargestellt und er bekommt mehr Caches angezeigt. Nun gut das Geld sollte sein, denn diese Webseite muss gepflegt und bezahlt werden. Das schöne an der Web-Seite ist, man kann sich die in der Umgebung befindlichen Caches anzeigen lassen. Möchte man nur bestimmte Arten der Caches angezeigt bekommen, ist das nur eine Frage der Filtereinstellung am Computer oder was auch immer man verwendet.
Bei meiner Vorbereitung kam die Überlegung, welche Caches ich suchen möchte und so hatte ich eine Liste mit in der Nähe befindlichen Traditionalen Caches. Nun noch die Typen ausgesucht, dann mal das Täschchen geschnappt und zu Fuß los, war ja nicht ganz soweit. In der Nähe des Ortes eingetroffen, aktivierte ich mein Handy zur Suche und ich sah erstaunt, ich bin schon ganz in der Nähe. Was man leider nicht einpacken kann ist, den Blick für die Merkmale wo der Cache liegen könnte. Ich versuchte immer wieder zu diesem Punkt zu kommen, habe also immer wieder neu angesetzt. Den Ort erreichen war nicht das Problem aber wie sieht die Dose aus, wie groß ist sie, war nicht im Kopf.
Da man sich bei der Suche auch unauffällig verhalten soll, musste ich dann die Suche abbrechen, ich wurde schon beobachtet. Nun gut in der Nähe war ja noch einer, also versuche ich es bei diesem mal. Damit verbunden war aber ein kleiner Fußmarsch von ca. 2 Km. Am Ort angekommen wieder das gleiche Spiel, ich finde einfach die Dose nicht. Ich war schon am Aufgeben, da kam mir eine Idee und suchte unter komischen Steinen. Na aber Hallo, da war dieser Cache. Also dann habe ich mich im Logbuch eingetragen, alles wieder eingepackt, am Fundort versteckt und noch vom Ort ein Foto gemacht. Nun ging ich erfreut, wie ein stolzer Jäger die 3Km bis nach Hause wieder zurück. Meinen ersten Cache vergesse ich nicht so schnell, aber was habe ich daraus gelernt:
Die Vorbereitung muss besser werden

  • Prüfen welchen Weg ( man sollte auch Gräben und Zufahrten beachten )man nehmen kann, schon vor dem eigentlichen Start
  • Die Beschreibung des Caches genau lesen, was haben andere Cacher zum Fund geschrieben?
  • Welche Art Cache ist es und was erwartet mich?
  • Muss ich eine Kodierung oder Verschlüsselung knacken?
  • Welche Größe hat der Cache?
  • Wann wurde er das letzte mal gefunden oder ist er verschollen?
  • Brauche ich besondere Ausrüstung oder Werkzeug?
  • was erwartet mich dort in der Cachedose, ein Travel Bug und welches Ziel hat er?

Diese Fragen sollte man sich vorher beantworten und klären. Vor Ort kann man nicht alles in Erfahrung bringen. Eine weitere Überlegung war, fahr ich alles mit dem Auto ab und „Sammle die Dosen ein“ oder beschäftige ich mich mit dem Hintergrund des Caches. Meist hat der Eigner des Caches die Geschichte des Cachortes aufgeschrieben und gibt zusätzliche Informationen zum Ort, dass heißt man lernt noch die Hintergründe des Ablageortes kennen. Aber ich wollte ja über das Transportmittel reden, also ich sehe zu, dass ich die Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann. Dazu mache ich mir einen Streckenplan und suche dann die Caches. Die Entfernung spielt da natürlich eine Rolle, der Ort muss auch realistisch erreichbar sein. Ich habe durch dieses Hobby so manche schöne Fahrradtour unternommen und wurde oft mit schönen Landschaften oder Ausblicke belohnt.  Zum anderen musste ich feststellen, dass die Ankunft zum Cache per Fußmarsch oder Fahrrad kürzer war als Anfahrt mit dem Auto.

So nun hier mal noch zwei schöne Verstecke, den Ort verrate ich natürlich nicht, Cacher machen so etwas nicht. Ich bin nur immer überrascht, wenn bei Pinterest Leute (das sind keine Cacher) sich am Fundort mit dem Cache zeigen. Diese Fotos kann man schon machen, aber teilen mit der ganzen Welt?

Im Vogelhaus versteckt mit Fahrstuhl

Mit Stein getarntes Rohr

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