Meine Radfahrer – Regeln aus der Tour

Meine Rad-Fahr-Regeln während der Elberadtour entstanden
Sicher kann jeder Fahrer einer langen Strecke noch weitere Hinweise geben. Ich habe für mich diese Regeln aufgeschrieben und werde sie beachten und vielleicht bei weiteren Fahrten neue Erkenntnisse hinzufügen. Erwartet hier keine Vollständigkeit.

  1.  Fahre nicht ohne Landkarten, denn es gibt auch Gebiete mit wenig Handy-Empfang. Mit einer Landkarte hast du eine bessere Übersicht zu umliegenden Orten. Dies erleichtert oft unterwegs eine bessere Orientierung und Entscheidung am Wegweiser. Oft standen wir an den Wegweisern und wussten nicht, welche unsere Richtung ist. »Viele Wege führen nach Rom, manche auch über Umwege.«
  2. Wasche deine Trinkflaschen jeden Tag gründlich aus. Durch die Wärme während der Fahrt, entstehen schnell Keime, die du dann täglich zu dir nimmst. Spätestens wenn du eine starke Geschmacks Verschlechterung feststellst, weist du, was ich meine.
  3. Prüfe Befestigungsschrauben von Ständer und Co, die lockern sich gern auf der Strecke. Durch die verschiedenen Qualitäten der Fahrstrecken arbeitet das Gepäck auch stark und Schrauben lösen sich. Wenn erst einmal eine Schraube die Bremsscheibe der Scheibenbremse zerstört hat, ist der Aufwand groß.
  4. Wenn du Gummi Spinnen mit Haken für den Gepäckträger nutzt, die können sich auch lösen und in das Hinterrad kommen. (Miterlebt) Prüfe ihre Befestigung auch in der Hinsicht, was passiert, wenn sie sich lösen. Besser sind leichte Bänder mit Klettverschluss.
  5. Wenn du Quartiere aus der ferne reservierst, lasse dir die Möglichkeit offen es nicht zu nehmen. Wir hätten manche Quartiere lieber schnell wieder verlassen, haben uns aber nicht getraut und alles ertragen. Manche Radler sagten, dass sie nur kurz vorher anrufen, wenn sie ein Quartier brauchen, ist Ansichtssache.
  6. Nehme dir eine Energie Nahrung mit, oft kommen auch Strecken, wo man nichts Einkaufen oder Essen gehen kann.
  7. Besonders ein guter Trinkvorrat am Tag ist wichtig. Auf der Fahrt merkt man es erst spät, wenn der Körper zuwenig Flüssigkeit bekommen hat. Da man auf dem Fahrrad auch den Fahrtwind genießt, glaubt man nicht, zu schwitzen. Also ist man der Meinung, nicht trinken zu müssen. Auch bei Regen Fahrten benötigt der Körper seine Flüssigkeit durch Trinken.
  8. Bei der Planung sollten auch Ruhetage eingeplant werden. Oft ändern sich die Strecken durch Baustellen oder anderes und am Ende sind wesentlich mehr Kilometer auf dem Tacho. Der Körper freut sich über eine Erholung und wird dir dann im weiteren Verlauf der Fahrten ein starker Partner sein. Es können sich auch größere Reparaturen notwendig machen, da macht sich so ein Ruhetag gut und bringt die Zeit Planung nicht so durcheinander. Außerdem lassen sich diese Tage auch gut für Wellness oder Besichtigungen nutzen und bieten den Körper wie gesagt mal eine Radlerpause zur Erholung.
  9. Halte dich bei deiner Fahrt im flachen Lande an eine dir angenehme Fahrgeschwindigkeit. Bei der Planung rechnet man mit ca. 17 km/h. Ist man nicht Solo unterwegs, sollte mit den anderen Fahrern eine Höchstgeschwindigkeit auf der normalen Fahrt abgestimmt sein.
  10. Sind mehrere Fahrer gemeinsam unterwegs, sollte auch die Führerposition ab und zu gewechselt werden. Zum anderen fahren die anderen Mitfahrer nicht direkt hinter dem anderen. Es wird seitlich versetzt gefahren, so kann der Hintere auch Gefahren oder Schwierigkeiten auf der Strecke schneller erkennen
  11. Eine / Einer der Mitfahrer übernimmt die Navigation allein, die anderen verfolgen die Strecke trotzdem aktiv und greifen nur bei wesentlichen Fehlern ein. Ist der Verlauf einer Strecke von dem Navigator nicht eindeutig zu bestimmen, sollte er sich, mit den anderen Beraten. So kann man ständigen Streitereien aus dem Weg gehen. Der Navigator muss deshalb aber nicht immer an der Spitze fahren.
  12. Das Fahrvergnügen ist wesentlich höher, wählt man die Strecken vorwiegend so aus, dass stark befahrene Straßen ohne Radweg gemieden werden. Die meisten Radler Strecken sind da schon so angelegt.
  13. Für Gefahrensituationen sollte mit den anderen Mitfahrern ein Codewort für schnelle Reaktion, ohne Fragen, festgelegt werden. Stellt der Fahrer an der Spitze kurzfristig etwas fest, oder auch ein hinterher Fahrer sieht etwas am Fahrrad des davor fahrenden, so kann schnell gehandelt werden. Ein Beispiel: Ich hatte als hinterher Fahrer gesehen, dass sich eine Befestigung gelöst hatte, und drohte ins Hinterrad zu kommen. Ich rief nur »Stopp«, was ein sofortiges Anhalten, bedeutete. Die lose Befestigung hatte sich in das Hinterrad verfangen und war kurz vor der Blockierung. Durch die schnelle Reaktion konnte ein Sturz verhindert werden.
  14. Es ist auch sehr hilfreich wenn der Spitzen Fahrer für die folgenden Hindernisse oder sonstige Gefahren mitteilt. Damit erhalten die Folgenden, die Möglichkeit auf die Gefahr zu reagieren, bevor sie in Sichtweise ist. Dies bedeutet aber für die Folgenden nicht unaufmerksam zu fahren.
  15. Prüfe bei den Pausen dein Gepäck, hast du bei der letzten Rast etwas vergessen, ist alles noch richtig verstaut.
  16. Eine Packregel war für mich, dass verschiedene Dinge in extra Plastbeutel gepackt wurden und erst dann in die Fahrradtaschen kamen. Das hatte sich bewährt, wenn bei einer Rast oder in der Unterkunft etwas gesucht wird. Die Taschen sind damit schneller und besser wieder einzupacken. Davon abgesehen, ist das ein zusätzlicher Nässeschutz.
  17. Es ist auch von Vorteil, wenn die Trinkflaschen während der Fahrt erreichbar sind, damit wird ein ständiges Anhalten vermindert.
  18. Informiere dich spätestens bei Beginn einer Etappe über bekannte Baustellen auf der Strecke und plane Ersatzstrecken.

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