Elberadtour von Wittenberg nach Torgau

Heute haben wir die stark riechende Unterkunft verlassen. Die Toilette im Bad ging immer noch nicht. Die Gaststätte unten wo wir auch gefrühstückt haben, war voll mit alten Uhrenkästen, Pendeluhren und Emaille Schilder zur Bierwerbung aus den 1920 ziger Jahren. Man konnte sich eine freie Uhr aussuchen und dann am Jahresende kaufen, da die Gaststätte den Besitzer wechselt und der neue Besitzer die nicht haben möchte.
In den frühen Morgenstunden war ein Gewitter über Wittenberg niedergegangen, bis zu unserem Start war aber alles wieder gut. Nach dem Frühstück dann die Taschen gesattelt und nun los, denkste wieder ein Regenschauer. Laut Wettervorhersage sollte uns ein heißer Tag erwarten. Nach dem Regenschauer sind wir dann endlich los und kamen knapp einen Kilometer, bis der nächste Schauer runterkam. Damit konnten wir die »Luther Eiche« noch einmal bestaunen. Zur Geschichte dieser Eiche möchte ich euch auf die entsprechenden Informationen bei Wikipedia verweisen. Nun nach dem etwas nachlassenden Regenschauer ging es endlich weiter, zumal das Ziel ja noch etwas entfernt war. Zum anderen kommt hinzu, dass wir langsam in unsere heimatliche Gegend kommen. Schließlich gehen die täglichen Anstrengungen und der viele Regen nicht an uns vorbei, ohne Wirkung zu hinterlassen. Obwohl wir uns an die täglichen Strecken schon gewöhnt haben, wollen wir auch mal einen Ruhetag einlegen. In unserer Planung hatten wir den zwar vorgesehen aber dank einer Plan Änderung zu den Quartieren, dann doch nicht gemacht. Auf unserer Strecke unterwegs erwischte es uns noch einmal vor Elster, es war aber nur eine kurze Regendusche, die wir unter einem schützenden Dachvorsprung passieren ließen. Im Verlauf der Strecke wurden wir wenig an der Elbe bzw. auf den Deichen entlang geführt. Keine besonderen Dinge zu sehen nur Radler, die wie wir auf der Strecke waren. In Pretzsch haben wir dann eine Mittagspause mit Pizza und Eis eingelegt. Durch unseren täglichen Kalorienverbrauch, müssen wir beim Essen nicht sparen und so musste auf dem Eis auch eine ordentliche Portion Sahne drauf sein. Ich war über die Ortschaft sehr erstaunt, hier kam es uns so vor, als ob bald alles zu Ende ist, keine Bewohner, keine schicken Häuser mehr, keine Geschäfte.
Den Regen hatten wir lange hinter uns gelassen und nun kämpften wir mit der Hitze, ständig die Gefühle wechseln. Die Hitze war nun auch angekommen und wir merkten, das Fahren wurde schwerer, der Verbrauch an Getränken immer höher aber das Ziel kam langsam in Sicht. Kurz vor Torgau kam dann noch eine Umleitung, wie immer kurz vor dem Ziel und für uns überraschend. Dann noch durch die Stadt mit ordentlich großen Pflasterstein Straßen zum Ziel navigieren. Das Ziel endlich erreicht, den Schlüssel in der Hand war nur noch eins wichtig, eine schöne Dusche und kühle Getränke. Nach dieser Reinigung und einer kleinen Erholungspause ging es auf Nahrungssuche, sprich eine Gaststätte. Nach einer Empfehlung fanden wir auch ein kleines niedliches »Suppenhaus«. Die kühlen Getränke und das schmackhafte Essen in der Gaststätte »Herr Kathe« ließen den Tag dann schön beenden. Dann ging es in die Vorbereitung des nächsten Tages, also einfach gesagt Nachtruhe, müden Glieder betten und generieren lassen.

Gefahren am 01.08.2017
Strecke 73 km und 4:08 h

 

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