Elberadtour von Torgau nach Riesa

Die Unterkunft in Torgau war nicht besonders. Die Betten und der Fußboden knarrten ständig beim Laufen, das nervte ganz schön. Nach dem Frühstück, was auch nicht das Beste war, haben wir die Sachen gepackt und sind noch mal zum Schloss gefahren. Hier im Innenhof konnte man alles schön bewundern, ist gut in Ordnung gebracht und alles sauber. Das Schloss schön restauriert, lud eigentlich zu besuchen und längeren Verweilen ein, nur leider drängte uns die Zeit, endlich paar Kilometer zu fahren. Vor dem Torbogen waren unten im Schlossgraben 3 Braunbären (laut Schild) unter gebracht, zwei haben wir gesehen. Einer war in sein Wasserbecken gegangen und hatte so gemacht, als ob er sich wäscht. Das sah sehr niedlich aus, wie dieser so in seinem Wasserbecken lag und sich wie ein kleines Kind wusch. Es ist schön anzusehen, wenn die großen Bären nicht einfach in Käfigen eingesperrt sind. Dann haben wir versucht, mit dem Handy die Strecke zu finden. Mein Handy wurde in der Hülle immer heißer und hat dann schließlich gar nichts mehr angezeigt. Das ist der Nachteil, wenn man keine Karte ausgedruckt mit hat, muss man an Hand von Schildern oder durch Leute befragen den Weg finden. Laut unseren Unterlagen sollte auf der rechten Elbseite auch ein guter Radweg sein, haben wir zumindest geglaubt. Dann kam die Bescherung, erst Wiesenweg, dann grober Schotter, abwechselt mit großen Steinpflaster. Der Weg führte wenig an der Elbe entlang, meist dann mal wieder auf schlechten Landstraßen mit Kopfsteinpflaster. In der Stadt Mühlberg angekommen, hatte ich eine lebendige Stadt in Erinnerung. Hier war alles ruhig, keine geöffneten Gaststätten. Wir haben dann noch ein Schlemmereck gefunden und konnten dort spät Mittagessen. Anschließend ging die Strecke mit viel Sandweg, Kopfsteinpflaster weiter. In Riesa ging es dann über die Brücke und dem Versuch weiter, mit Handy Navigation den Weg zum Quartier zu finden. Da ich das Handy immer in der Hand halten musste, kam ich mit den Fingern immer an das Display, das startete dann natürlich irgendwelche Programme, die ich nicht brauchte, bis auch mal nichts mehr ging. Diese Dinge haben wir auf der Strecke schon so oft erlebt, muss man dann auch so sein Quartier finden. Das Ziel wurde dann auch erreicht, wir konnten einchecken. Das Quartier lag diesmal gut, zentral in der Stadt und war sehr geräumig. Zum anderen war die Unterkunft auf Radler eingestellt, also auch eine Möglichkeit unsere Drahtesel sicher zu verwahren, vorhanden. Durch die zentrale Lage war es dann auch einfach, eine Gaststätte für das abendliche Mahl zu finden. Diesmal sollte es Italienisch sein. Leider war dort solch ein Andrang, das es schon etwas dauerte einen Platz zu bekommen. Der Platz war dann an der Tür zur Küche, also wieder ein ordentlicher Wärmeschub. Eine nette Bedienung erkannte unser Problem und konnte uns dann an einen kühleren Ort platzieren. Nach einem kalorienreichem Mahl ging es wieder in die Unterkunft, eine große Besichtigung der Stadt war im Interesses unseres Körpers nicht angeraten.
Ich denke, das bei solch einen langen Fahrradtouren es auch ein Problem ist, man ist am Abend geschafft und hat kein Interesse sich noch viel anzusehen. Ich denke eine größzügiere Streckenplanung schafft auch die Freiheit am Folgetag ohne Radeln sich einiges anzusehen. Leider waren wir an einen entsprechenden Enddatum gebunden. Bei einer neuen Reise würde ich das besser beachten und lieber eine kürze Strecke auswählen und dafür mehr Zeit für die bereiste Umgebung zu haben.

Gefahren am 02.August 2017
Strecke 59 km und 4:10h

 

Eine Kirche in Mühlberg

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