Elberadtour – Sandau nach Niegripp

Heute wurden wir von den Besitzern der Pension einfach verwöhnt, ein sehr schönes Frühstück mit viel Liebe angerichtet. Es gab Früchte, selbst gemachte Marmelade, Gemüse und auch noch einen Schokoladenriegel. Doch es half nichts, die Fahrt musste begonnen werden. Der Besitzer, selbst ein aktiver Radler gab uns noch einige Hinweise zu einer Abkürzung und einem schönen Aussichtspunkt in Arneburg. Wenn man das nicht beachtet, fährt man an dem schönen Blick einfach vorbei. Der Blick ist von einem angebauten Steg mit Plattform zu genießen. Man schaut hier direkt zur Elblandschaft in beiden Flussrichtungen. Hier gibt die Elbe einen ganz anderen Blick ab. In dem bis jetzt gesehen Verlauf war mir aufgefallen, dass hier kaum Schiffe verkehren. Die Elbe macht auch einen kleineren Eindruck auf mich. An den Rändern sind Sandstrände, zum Teil reichen richtige Sandbanken in die Elbe hinein. Wir sind dann weiter gefahren nach Tangermünde. Ich fand die Altstadt sehr schön und gemütlich. Leider mussten wir dann wieder den Weg zurückfahren, es ging zum Kloster Jericho auf der anderen Elbseite. Hierzu mussten wir die Brücke überqueren. In Fischbek, dem nächsten Ort hatte man uns wieder mal in eine ganz andere Richtung geschickt und damit zusätzliche Kilometer beschert. Das Kloster hatte schöne große Türme und die Anlage war auch gut instand gehalten, zumindest was von außen zu sehen war. Jetzt sollte es auf dieser Seite weiter bis zu unserem Quartier in Niegripp gehen. Die Wege wurden immer schmaler und zum Schluss sehr schlecht. Die Fahrten auf dem Deich waren auch eine Herausforderung, wir hatten starken Gegenwind. Der Weg wollte einfach nicht enden, und aus der Übersichtskarte konnte man nichts zur Entfernung entnehmen. Dann kam auf der Seite noch eine Baustelle dazu, Straße voll gesperrt und das sollte bedeuten mit der Fähre die Elbe überqueren und kurz vor dem Ziel wieder zurück. Auf der Fähre hatte uns der Fährmann gesagt wir können durch die Baustelle fahren, das machen alle und sogar mit dem Auto. Also die Fähre wieder verlassen und auf dieser Seite weiter. Das war uns lieber, sonst hätten wir die zweite Fähre bis 19.00 Uhr erreichen müssen. Dafür war der Weg aber irgendwie nicht endend. Mit großen Anstrengungen haben wir es dann doch noch geschafft, wenn auch getrennt. Ich hatte mich auf die Hinweise einer Dame aus dem Auto verlassen, zwar verfahren aber noch zeitiger angekommen. Die Qualität der Wegstrecken war sehr schlecht, teilweise Sandstraßen, wo Loch an Loch grenzte. Es war oft egal, welche Wegseite wir nutzten, es ging immer durch Schlaglöcher oder Regenpfützen. So zehrten die letzten Kilometer mächtig an unseren Nerven und ließen uns erst in der Dämmerung ankommen. Es war mit eine der anstrengensten Etappen auf dieser Reise. Im Ort angekommen, mussten wir auf ein Abendbrot verzichten, es lag nicht am Appetit sonder an der Möglichkeit. Nur gut das es verständnisvolle Pensions-Inhaber gibt, die uns dann noch ein Abendessen bereiteten. So nahm ein Chaos Tag sein Ende.

Strecke 103 km und 6:31 Stunden (reine Fahrzeit)

Gefahren am 28.07.2017

Balkon zur Elbe in Arneburg

Blick vom Balkon in Arneburg, Richtung Havelberg.

Blick vom Balkon Arneburg – Richtung Tangermünde

Stadtansicht in Tangermünde

Storchennest in der Altstadt Tangermünde

Kloster in Fischbek

Vorhof der Klosteranlage Fischbek

Kirche mit Schein – Fischbek

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