Elberadtour – Hamburg nach Boizenburg

Die Fahrt begann in Hamburg, also zuerst von der Unterkunft den Elberadweg wieder finden. Im ausgeruhten Zustand war die Fahrt etwas besser als bei der Herfahrt und nach 8 km waren wir auf dem Elberadweg. Dann ging es, auf einem schönen Weg durch ein Naturschutzgebiet mit einer grünen Landschaft an den Seiten. Das Wetter war uns auch gnädig und schickte sogar ein paar Sonnenstrahlen vorbei. Es war auch ein gutes vorankommen, aber das ungewisse war eine Strecke am Elbe Steilufer bei Geesthacht. Hier war laut Plan ein schwieriger Weg bis nach Lauenburg. Laut unseren Recherchen war es eine Sandstraße im Wald. Vor Geesthacht hatten wir ein Problem bekommen, bei meiner Mitfahrerin war ein Gummiband mit Haken vom Gepäckträger, beim Überqueren eines Bahnüberganges, abgesprungen und fiel mit dem Haken in die Speichen. Ich konnte nur noch stop rufen, aber da hatte sich der Haken mit Band schon in die Zahnkränze verwickelt. Nur gut das gleich angehalten wurde, sonst wäre sie gestürzt und der Schaden größer. Glücklicherweise war nichts weiter beschädigt worden, nur der Haken von dem Gummiband hatte sich verbogen. Damit dieses nicht wieder passiert, haben wir dieses nicht mehr benutzt und sie durch ein Band mit Klettverschluss ersetzt.
Die Strecke am Steilufer war dann auch eine Herausforderung, zuerst steil bergauf und das wechselte dann ständig auf den ca. 10 Km. Ich hatte nicht gemerkt, dass meine Mitfahrerin abgefallen war, hatte sie mit einer ähnlich aussehenden Radlerin hinter mir verwechselt. Nach einem Halt wurde ich dann, im Vorbeifahren belächelt. An einer Schutzhütte hatte ich dann gewartet, da begann es zu regnen. Im Schutze der Hütte wurde erst einmal Energie zugeführt. Bei meiner Mitfahrerin war die Gepäckträger Spange abgegangen, konnten wir aber wieder anbringen und ohne Probleme weiterfahren. Ich hatte an der Schutzhütte mein Fahrrad angestellt und durch die Taschen war es umgefallen direkt auf die Packtaschen, nichts weiter passiert. Der Lenker hatte sich verdreht und dabei den Seilzug der Schaltung verklemmt. Ich habe gezogen (was sich als falsch herausstellte)und wollte ihn wieder hinbekommen. Das war ein Fehler, denn es wäre einfacher gegangen. Ich habe dann bemerkt, dass die Schaltung nicht mehr richtig funktionierte, es fehlte der 8 Gang, die unteren Gänge ließen sich schlecht schalten und stimmten auch nicht mehr, also war ich immer im falschen Gang. Das zeigte sich an den Bergen als ganz schöne Anstrengung und kostete ordentlich Kraft. Das »Gute« wir hatten verstärkt Steigungen und der Regen verschärfte sich. Im Regen sind wir dann in Lauenburg angekommen und haben die historische Stadt besichtigt. Eine Pause mit Kaffee und Kuchen und ich ein Eis mit Sahne brachte mir die verlorene Energie zurück, es waren ja auch noch paar Kilometer bis nach Boizenburg.
Dann ging es im strömenden Regen weiter, erst an der Elbe entlang und dann zum Schluss auf einem Fahrradweg neben der großen Straße. Für mich gab es zur Belohnung dann noch lang gezogene Anstiege, mit schlechter Schaltung, der Regen wurde immer stärker und raubte uns so die letzten Reserven.
Nach kurzer Suche fanden wir im strömenden Regen das Quartier, leider keine Essens Versorgung in der Unterkunft. Für uns hieß es, nach dem Feinmachen nochmals in den Regen, eine offene Gaststätte finden. Das Essen und die Getränke konnten dann die Stimmung wieder heben. Leider war unser Quartier am nächsten Morgen ohne Frühstück, also wieder in den Regen und in der Stadt ein Kaffee finden. Ich habe anschließend einen Fahrrad Mechaniker aufgesucht und der konnte mir meine Schaltung wieder so einstellen, dass ich vom 1 bis 7 Gang richtig schalten konnte. Den 8. Gang habe ich auf den folgenden Strecken auch nicht wirklich vermisst. So war diese Etappe wieder mal eine Herausforderung an die Geduld und die Kraft. Das Wetter kann man eben nicht ändern, war nur schade, das dann die Altstadt Besichtigung in Lauenburg sehr kurz war.
Und morgen geht es wieder in den Sattel, die Strecken werden nicht kürzer, heute waren es 72 km und einer reinen Fahrzeit von 4:51 Stunden.

Radweg am Steilufer nach Aufstieg

Eine Mühle auf der Strecke

Einkehr in die Eisdiele

Altstadt Lauenburg

Altstadt Lauenburg

Altstadt Lauenburg

Lauenburg – der Regen

Lauenburg obere Stadt

Das Fahrrad wartet in Lauenburg – Start

Lauenburg- Denkmal an der Elbe

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