Der Radler lässt das Radeln nicht…

Für mich ist die Winterpause immer schlimm. Sicher der Spruch.«Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung« Aber mal ehrlich wer fährt gern bei Minusgraden oder Schneetreiben gern Fahrrad. Ich für mein Teil kann das nur so beantworten, muss nicht sein. Aber die Pause von meinen letzten Touren ist schon groß, dann noch die Feiertage über Weihnachten und Jahreswechsel brachten so manche Kalorie auf die Hüfte. Immer wieder habe ich geschaut, ob doch nicht mal etwas Sonne kommt und mich zum Fahrrad fahren lockt. Nun am Montag, den 28.01.2019 war es so, ich schaute aus dem Fenster und überlegte hier im Bereich Hoyerswerda eine Radlertour zu starten. Mit etwas Skepsis wollte ich es dann schon wagen. Als ich mich dann zur Fahrt bekleiden wollte, stellte ich fest, dass meine eigentlichen Radler Sachen nicht vor Ort sind. Wenigstens hatte ich ein ordentliches Fahrrad da, also eine Notbekleidung (soweit zur falschen Bekleidung) zusammen gestellt und ausprobiert. Na ja sei mal nicht so zimperlich, wird schon gehen. Mein Gedanke war, einfach mal wieder den Drahtesel an die Luft bringen und die Reifen rollen lassen. Über die Strecke hatte ich mir weniger Gedanken gemacht. Eins war klar, ich fahre an der Elster entlang in Richtung Partwitzer See. Die Temperaturen waren erträglich, hatte auch einiges an Bekleidung an und die Sonne zeigte sich auch. Da die Fahrt gut lief, also kein starker Gegenwind war, kam mir der Gedanke wieder mal um den Partwitzer See zu fahren. Die Strecke ist ganz gut ausgebaut und mit um 40 km ist es auch schnell zu schaffen. Am Kanal von Neuwieser See zum Partwitzer See musste ich mich entscheiden, entweder fahre ich dort in Richtung Geierswalde oder in Richtung Partwitz weiter. Ich entschied mich für Partwitz, die Muskel spielten auch gut mit und es machte richtig Spaß wieder die Pedale zu drehen. Wenn ich um den See fahre, freue ich mich immer wieder, was so Schönes aus Tagebau Restlöchern werden kann. Sicher muss hier noch einiges getan werden, aber wenn nicht angefangen wird, wird es nie werden. Aus meiner Kindheit kenne ich noch das leere Tagebau Restloch vom Senftenberger See und was ist jetzt schönes draus geworden. Aber weiter mit der Fahrt, dann vor dem Rosendorfer Kanal merkte ich, das der Fahrradweg im Schatten noch eine Eisfläche hatte, beim Bremsen festgestellt. Ich war mit dem Hinterrad weggerutscht, das Schild Winterdienst hat seine Berechtigung. Es war aber keine große Eisfläche, ich konnte ganz gut weiterfahren. Vor dem Kanal bestaunte ich auch die fertige Gestaltung des Ufers, hat sich einiges getan seit meiner letzten Rundfahrt an diesem Ort. Ab und zu habe ich bei den Pausen meine Sonnenbatterien aufgeladen, war angenehm. Dann kam natürlich noch der Haken an der Fahrt, hinter dem Rosendorfer Kanal war die Straße in Richtung Geierswalde gesperrt. Gut ich wäre mit dem Fahrrad gut vorbei gekommen, aber ob das für die gesamte Strecke gilt weis man immer nicht und zum anderen sollte an diesen Orten ruhig die Warnung beachtet werden. Das Gebiet ist noch nicht so sicher und wenn man schon die Erlaubnis hat, auf dem Fahrrad weg seine Runden zu drehen, sollte man sich auch an die Regeln halten. Also ich kurz überlegt, hatte ja die Hälfte meines Weges geschafft und fuhr dann nach einer kurzen Wende den gleichen Weg zurück nach Hoyerswerda.
Als ich dann an der Unterkunft wieder ankam, war ich froh mich getraut zu haben. Etwas abgekämpft aber sonst ganz gut.
Fazit: Nicht lange überlegen, machen und sich freuen. Mit dem Gedanken freue ich mich schon auf die nächsten Fahrten. Mal sehen, welche Strecke in diesem Jahr geradelt werden.
Ich habe hier noch paar Bilder für Euch, keine besonderen Motive, aber damit der Beitrag nicht so langweilig ist.

Wenig Wasser im Neuwieser See.

Übersicht zum Sanierungsgebiet

Wenig Wasser im Neuwieser See.

Blick zur Brücke Neuwieser zum Partwitzer See.

Blick von der Brücke auf den Partwitzer See.

Eine Pause in Partwitz, die Sonne lacht.

Der leere Strand im Bereich Partwitz.

Rosendorfer Kanal zum Partwitzer See.

Rosendorfer Kanal Schild zum Kanal.

Fleißige Arbeiter auf den Sedlitzer See.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.