Woher kommt das Fahrrad eigentlich?

Die Geschichte des Fahrrades beginnt eigentlich um 1817 mit einer Laufmaschine. Diese Laufmaschine wurde in dieser Zeit von Karl-Friedrich Drais gebaut. Mit dieser Laufmaschine war es erstmals möglich selbstständig ohne Pferde eine Strecke zu bewältigen. In der Zeit vor 1817 waren die Ernten sehr schlecht und Pferdefutter war sehr teuer geworden. Der Grund war ein Vulkanausbruch um 1815 auf Sumbawa, es folgten Klimaveränderungen, Missernten, Hungersnot und Pferdesterben. Es musste ein Pferdeersatz her, der diese Nöte umging.
Karl-Friedrich Drais (Forstbeamter Karl-Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn) wollte für die Menschen ein Verkehrsmittel bauen, wo man selbstständig ohne Maschinen Kraft oder Pferden sein Fortkommen ermöglichen konnte. So war er mit seiner Laufmaschine am 12.Juni 1817 von Mannheim zum ca. 7 Km entfernten Schwetzinger Relaishaus gelaufen (oder gefahren?!) .Für die Hin- und Rückstrecke benötigte er ca. 1 Stunde. Seine Laufmaschine war etwa 22 Kg schwer. Wenn man die Strecke und die Zeit bedenkt, müsste er eine Durchschnittsgewindigkeit von ca. 15 Km/h gehabt haben. Das Laufrad wurde nach dem Erfinder benannt und die Fahrer wurden als Draisinenreiter bezeichnet. Leider geriet die Draisine in Vergessenheit.
Die Angst der Leute vor dem Balancieren, ließ sie lieber auf mehrspurige Fahrzeuge ausweichen. So dauerte es fast 50 Jahre  bis die Leute bereit waren das Balancieren zu wagen. Hinzu kam noch um 1839 bis 1853 die Erfindung der Tretkurbel. Der französische Mechaniker Pierre Michaux stellte 1897 auf der Weltausstellung sein Tretkurbelrad vor und damit erlangte das Zweirad seinen Durchbruch.
Um bei einer Pedaleumdrehung mehr Weg zu erreichen, wurde das Vorderrad vergrößert und es entstand das Hochrad. Das Hochrad hat sich aber nicht durchgesetzt, es blieb eher wagemutigen jungen Männern vorbehalten. Der Trend ging mehr zum Sicherheitsniederrad. Als dann später die eiserne Felge und die Tangentialspeichen erfunden wurden, war das Holzrad in seiner Form abgelöst. Dank dem schottischemTierarzt John Dunlop war ab 1888 die Felge dann luftbereift. Um 1900 wurde ein richtiger Fahrradboom ausgelöst, es entstanden viele Fahrradfabriken und das Fahrrad wurde immer alltagstauglicher, da sich durch die Überproduktion auch die Preise verringerten.
Der Amerikaner Thomas Stevens wagte mit einem Hochrad sogar eine Weltumrundung. Er startete am 22.April 1884 und war am 17.Dezember 1886 nach ca. 22.000 Km wieder zurück.
Kurze Vorstellung von Fahrradtypen:
  • Tourenrad – vereinen die Merkmale eines Cityrades und eines Trekkingrad. Sie müssen perfekte Allrounder sein. Gedacht als Freizeitrad für kurze Strecken oder als Transportmittel in der Stadt.
  • Trekkingrad – kombiert die Merkmale eines Rennrades mit den eines Mountainbikes (breite Reifen, längerer Radstand, 27 Zoll Laufraddurchmesser). Eine breitere Bereifung sichert das Fahren auf Schotterpisten oder im Gelände. Beim Fahren wird eine aufrechte Sitzposition eingenommen. Durch eine höhere Stabilität wird die Mitnahme von Reisegepäck gewährleistet.
  • Tandem – das Fahrrad für zwei Personen, nebeneinander oder hintereinander, je nach Ausführung. Als Liegeradtandem, faltbares Tandem oder Stufentandem (Kombination aus Liegerad vorn und normales Rad hinten) gebaut.
  • Klapprad – in der Mitte klappbares normales Fahrrad.
  • Cruiser Bike – nur einen Gang, dicke Reifen, breiter Lenker, breiter Sattel
  • City Cruiser – mit Narbenschaltung, breiterer Lenker, sehr bequem, schmale Reifen
  • Tallbike – aus zwei übereinander zusammen geschweißten Fahrradrahmen erbaut. Das Rad ist sehr hoch, dem Hochrad nachempfunden.
  • Elektrofahrrad – fahrbar als normales Fahrrad oder mit Motorunterstützung. Die Motorunterstützung kann bis 25 Km/h oder bis 45 Km/h gehen.
Das ist natürlich nicht eine komplette Aufstellung, sollte aber für einen allgemeinen Überblick ausreichen.

 

Quellen: Buch -das Fahrrad (Geschichte-Modelle-Radsport) Garant Verlag
Wikipedia: Information zum Fahrrad

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